Archive for Juni, 2010

Marcel war mit Emscherkurve 77 in Wien und Besuchte eine ungewöhnliche Kinovorstellung

Vienna Calling!!!

Vor fast jeder Tour pennt unser Gitarrist Daniel bei mir.So auch diesesmal.Die Koffer für Wien sind gepackt und wir beschließen den Abend mit einer Pizza und dem Film "Zwei wie Pech und Schwefel" ausklingen zu lassen.Bei einem Blick auf die Uhr stellen wir fest das es bereits 1 Uhr ist und um 6 klingelt bereits wieder der Wecker.Also ab in die Heia.Aufstehen,duschen,anziehen und auf gehts.EK77 zum ersten male in Österreich.Ob das wohl gut gehen kann???Wir treffen uns an einem Parkplatz in Oberhausen und können zeitig in Richtung Flughafen Köln/Bonn aufbrechen.Nur unser Drummer Alex ist nicht dabei.Da sein Bruder Hochzeit feiert wird er erst Samstag nachmittag in Wien eintreffen.Der Flug vergeht ohne größere Hindernisse und wir landen gesund in Wien.Wir werden freundlicherweise von Stefan,seines Zeichens Sänger von Wiens Nr.1  abgeholt.Seine Kinder sind auch am Start.Wir ziehen uns erstmal ein 72 Stunden Wien Ticket,mit dem wir kreuz und quer durch die Stadt fahren können.Und direkt im Zug Richtung Zentrum die erste Straftat.Wir fahren schwarz.Denn der Flughafen liegt in einem anderen Tarif.Eigentlich müssten wir nachzahlen,aber Stefan rettet die Situation sehr charmant.Danke nochmal!!!Daniel und ich ziehen bereits Richtung Hotel,da wir ja die Gitarren noch in der Hand haben und damit nicht durch Wien latschen wollen.Voller Freude stellen wir fest,das unser Hotel direkt auf der anderen Straßenseite der Arena ist,also dem Laden wo wir morgen Abend rocken werden.Besser gehts nicht.Während "Mr.Sightseeing" sich schon am Sissi Schloß rumtreibt, entschließen wir uns,erstmal Richtung Zentrum zu fahren.Es ist brechend voll.Dafür hauen uns die Häuser und Kirchen mit ihrer Architektur um.Wir bummeln ein wenig durch die City und treffen uns mit den anderen in einem Cafe.Unser Basser Marc ist bereits lattenstramm obwohl er noch nicht viel getrunken hat.Der Ober ist sehr kühl und ist sichtlich froh als wir den Laden verlassen.Wir fahren wieder zurück Richtung Arena,schauen uns den Laden mal an.Toxpack haben wir leider verpasst,aber es kommen ja noch Mad Sin.Schnell hier und da noch hallo gesagt und schwups ist der Tag vorbei.Daniel,Marc und ich quatschen noch ein wenig im Hotelzimmer während Spiller und Sarah noch  in der Kneipe der Arena bleiben.Ich erwähne zufällig den Namen "Pit van Dongen" und unser Basser lacht sich die ganze Tour darüber schlapp.Überhaupt scheint dieser Name vielen Leuten Spaß zu machen.Nur kurz zur Auflösung:in einem alten Paukerstreifen spielte Heintje eine Rolle und hatte dort den Namen "Pit van Dongen".So,früh aufgewacht.Bestes Wetter und gute laune.Da wir ja erst um 21 Uhr zocken geht es wieder ab Richtung Stadt.Als wir in die Bahn einsteigen fragt uns ein älterer Chinese nach dem Weg.Da wir uns ja schon bestens auskennen helfen wir natürlich gerne weiter.Dann steigen wir in die Bahn ein.Der Chinese auch.Er setzt sich neben eine Frau,übersieht allerdings die Tasche auf dem freien Sitz.So sitzt er die Tüte platt,lächelt freundlich dabei und sagt immer wieder "sorry sorry" womit er uns den nächsten running gag der Tour geliefert hat.Wir hoffen nur,das in der Tüte keine Torte war.Wir rennen wie die Irren durch die Stadt.Heldenplatz mit Blaskapelle,Naschmarkt mit einer nicht endenen Fressmeile und dem Wiener Prater mit einer coolen Runde Go Kart fahren.So macht das Leben doch Spaß.Wer hat an der Uhr gedreht???Wir müssen zurück,der Auftritt rückt näher.Unser Drummer Alex ist auch frisch eingetroffen.Es klappt alles viel zu gut.Schnell ein paar Top Teile klargemacht(danke nochmal an die Jungs aus Bayern) und auf den Gig vorbereitet.Ich muss gestehen das ich nicht all zu viele erwartungen hatte.Aber was dann auf und vor der Bühne abgeht ist Hammer.Die Leute haben Spaß,singen mit und feiern mit uns eine coole Party.Das Konzert ist wirlich die Sahne auf dem Kakao.Klatschnass verlassen wir die Bühne und man merkt direkt, daß uns eine dicke Last von den Schultern gefallen ist.Man fühlt sich  viel befreiter.Kurz ins Hotel,geduscht,umgezogen und wieder ab ins Hotel.Echt praktisch der kurze Weg.Wir schauen uns noch ein paar Bands an,hängen mit den Toxpack Jungs ab und ziehen uns gegen ca.2 Uhr ins Hotel zurück.Es gibt noch eine kleine Zimmer Party bei Marc und Alex die dann gegen ca.4 Uhr endet.Platt aber glücklich fallen wir in die Betten.Das Wetter am Sonntag ist erneut top und da wir erst gegen Abend fliegen ziehen wir erneut los Richtung Stadt.Spiller will unbedingt in ein Kriegsmuseum.Machen wir doch glatt.Mir ist das ganze aber ein wenig zu langweilig.Ich hock mich mit Daniel darußen hin und schau mir die Panzer Show an die dort gerade stattfindet.So langsam kann man aber sehen, daß die Kräfte uns verlassen.Wir latschen noch ein wenig durch die Stadt und ruhen uns in einem Park etwas aus.In der prallen Sonne schleppen wir unseren Stuff erneut durch halb Wien in Richtung Flughafen.Wir haben irgendwie getrödelt,schaffen es aber noch rechtzeitig an Bord.Auch der Rückflug geht flott vorbei.Wir nehmen noch ein Taxi zu unserem EK Bus,den wir etwas auserhalb vom Flughafen geparkt haben.Dabei müssen wir uns vom Fahrer beschimpfen lassen das wir ihm seine Tour versauen würden.Unglaublich.Service Wüste Deutschland sage ich da nur.Wir sind aber viel zu gut drauf um uns dadurch das WE.versauen zu lassen.Und schon stehen wir wieder am Parkplatz wo alles los ging.Was sind schon 3 Tage???Todmüde falle ich gegen 0 Uhr ins Bett um um 7 Uhr wieder auf der Arbeit zu sein.Eigentlich wollte ich noch bei Daniel den Rasen mähen,doch das ist eine andere Geschichte…….Fest steht:Wien,wir kommen wieder!!!Danke an die Veranstalter des Teenage Riot Festivals,Stefan von Wiens Nr.1 und Sarah fürs Flüge buchen.

Lange Haare Bangen im Kino

Da läuft schon mal ein dicker Event wie die "Big Four" im Kino und keiner geht hin.Na,fast keiner.Als Metallica die Leinwand entern befinden sich vielleicht 50 Leute im Saal.Aber dazu später mehr.Die Big Four,für die dies es vielleicht nicht wissen,sind Anthrax,Megadeth,Slayer und Metallica und bildeten in den achzigern die Speerspitze des Thrash Metal.Nach diversen Streiteren unter allen Bands vergisst man das jetzt alles mal und geht zusammen auf Tour.Bevor das Sonisphere aus Sofia gezeigt wird, gibt es noch kurze Statements von Ulrich,Ian,Mustaine und King.Alle versichern das man sich ja immer vertragen hätte und es das beste sei nun zusammen auf Tour zu gehen.Na ja…..Anthrax eröffnen den Reigen vor einer dicken Kulisse.Ich bin ja eher der John Bush Fan,aber Ian steht wohl zur Zeit eher auf Belladonna,der seine Sache auch gut macht und das Publikum ordentlich anheizt.Der Typ neben mir faselt irgendwas von wegen "Alter Mann und Indianer".Egal.Anthrax haben Spaß und das gehampel von Scott Ian ist nett anzusehen.
Megadeth haben ein cooles Bühnenbild.Getreu nach dem Motto "Rust in peace".Die Band ist richtig tight und vor allem Chris Broderick glänzt durch superbe Leads.Leider nuschelt Mustaine zu sehr und Ansagen Richtung Publikum sind mangelware.Mag aber auch daran liegen,das Megadeth sehr lange Songs haben.Trotz derben Regens dreht das Publilum richtig durch.
Trotzdem ist es jetzt Zeit für Slayer.Die holzen ein cooles "Best of" durch die Boxen.Egal ob "Angel Of Death","Raining Blood" oder "War Ensemble",die Leute drehen durch.Auch im Kino Saal gibt`s die ersten Hörner und Growls.Kerry King gewinnt den Preis für`s beste Bühnenoutfit.Hat er doch Zentimeter lange Nieten und Tonnenschwere Ketten anne Buchse.Old school as Fuck.Es werden auch neue Songs gespielt,aber die will irgendwie keiner hören.Lombardo glänzt an den Drums und Araya lächelt wie immer sehr diabolisch.Cooler Gig.
Metallica beginnen wie immer mit "The ecstasy of gold" und es gibt das erste mal Gänsehaut.Auch sie geben der Meute was sie braucht."Nothing else matters","One","Harvester of sorrow" etc……auch einge Stücke der "Death Magnetic" werden geboten,wobei man deutlich merkt das der Stimmungspegel gen unten sackt.Ein paar Leute im Saal haben aber definitiv ihren Spaß und schütteln ihre Matte.Als sich bei dem Diamond Head Stück "Am I Evil" alle vier Bands auf der Bühne versammeln um diesen zu performen stellt sich doch eine Art Nostalgie ein,und man nimmt den Musikern ab,das sie sich wieder lieb haben.Metallica beenden ihr Set mit "Seek and Destroy" und entlassen uns in die Nacht.Bleibt anzumerken das der Sound bei allen vier Gruppen o.k. bis gut war,aber das Kino kann ja auch nur den Sound bieten,der aus dem Mischpult beim Festical rauskommt.Es hätte aber all in all noch einen kleinen Tacken lauter sein können.
Danke nochmal an die UCI Kinos in Duisburg für die freundliche Unterstützung und für den gelungenen Abend.Bleibt zu hoffen,das solche Events trotzdem weiterhin im Programm bleiben werden.

Marcel im Juni 2010

Slechtvalk – A Forlon Throne CD (27.06.2010)

(Whirlwind / CMS / Gordeon Promotion)
Das Black oder Viking Metal nicht immer aus Schweden oder Norwegen kommen muss zeigen uns die Holländer auf  Album Nummero vier.Die neun Songs haben eine schöne Kälte, besitzen gute Blast Passagen und werden immer wieder durch schöne Gitarrenharmonien und Instrumentale Passagen aufgelockert. In diesen Momenten wären die Songs bestens für Soundtracks geeignet, wie z.b. die Eröffnungsschlacht bei "Gladiator". Einziges Manko ist die Überlänge die einige Songs definitiv haben. Da sollte man sich ein wenig vom Ballast befreien. Ansonsten gibts nix zu meckern. Dürfte eher für Amon Amarth als für Dark Funeral Fans interessant sein. Note: 3   Marcel

SUPABOND – NARBEN CD (27.06.2010)

(www.plastic-bomb.de) / (www.myspace.com/supabond)
SUPABOND haben sich ja zurecht einen guten Namen erspielt und dieses Album wird mit Sicherheit dazu beitragen, dass dieser wie selbstverständlich fallen wird, wenn es um wütenden, engagierten, deutschsprachigen Punkrock geht. Diese Platte ist ein echter Kracher geworden. 15 kurze Songs lang geht’s in bester TOXOPLASMA-Manier ab wie die Lutzi, getragen von der hervorragenden Sängerin. Die Texte sind eher persönlicher Natur, klischeefrei und eigenständig. Gefällt mir echt gut und es freut mich, dass heutzutage doch noch solche Platten rauskommen und Bands diesen Sound spielen, ohne längst Vergangenes zu kopieren oder in beschränkten Allgemeinplätzen zu verharren. Authentisch, kraftstrotzend und voller Energie – Respekt! Allzu viele Worte will ich auch gar nicht weiter verlieren, hört euch diesen Wirbelsturm einfach selbst an – ihr werdet es nicht bereuen. Einzig die NOTDURFT-Coverversion von „Süße Heimat“ gefällt mir im Original besser. Die Texte sind im Booklet nachzulesen und das Hörvergnügen dauert 34 kurzweilige Minuten. 2. Günni

SUPABOND – NARBEN CD (27.06.2010)

(www.plastic-bomb.de) / (www.myspace.com/supabond)
SUPABOND haben sich ja zurecht einen guten Namen erspielt und dieses Album wird mit Sicherheit dazu beitragen, dass dieser wie selbstverständlich fallen wird, wenn es um wütenden, engagierten, deutschsprachigen Punkrock geht. Diese Platte ist ein echter Kracher geworden. 15 kurze Songs lang geht’s in bester TOXOPLASMA-Manier ab wie die Lutzi, getragen von der hervorragenden Sängerin. Die Texte sind eher persönlicher Natur, klischeefrei und eigenständig. Gefällt mir echt gut und es freut mich, dass heutzutage doch noch solche Platten rauskommen und Bands diesen Sound spielen, ohne längst Vergangenes zu kopieren oder in beschränkten Allgemeinplätzen zu verharren. Authentisch, kraftstrotzend und voller Energie – Respekt! Allzu viele Worte will ich auch gar nicht weiter verlieren, hört euch diesen Wirbelsturm einfach selbst an – ihr werdet es nicht bereuen. Einzig die NOTDURFT-Coverversion von „Süße Heimat“ gefällt mir im Original besser. Die Texte sind im Booklet nachzulesen und das Hörvergnügen dauert 34 kurzweilige Minuten. 2. Günni

DIE SHENKS – ENDLICH ACHTZEHN – JETZT EIN GLÄSCHEN SEKT CD (27.06.2010)

(www.platzda-produktion.de) / (www.dieshenks.de)
Auf dem Bandfoto dominieren graumeliertes bis nicht vorhandenes Haupthaar (ok, ehrlich gesagt nur bei 2/5), es handelt sich also augenscheinlich um eine Altherrencombo, die es noch mal wissen will. Dementsprechend entspannt wird der melodische Punkrock in deutscher Sprache vorgetragen, der durchaus etwas Hymnisches hat, mir persönlich aber zu sehr mit angezogener Handbremse unterwegs ist. Nee, jetzt mal Butter bei die Fische: Das ist vollkommen austauschbares Lala-Gedöns, die Stimme des Sängers ist scheiße und die Texte ebenso. Vermutlich ein Hobby-Projekt, das besser nie die Garage des fast abbezahlten Eigenheims verlassen hätte. Können auf lokalen Stadtfesten auftreten, wo die bierbäuchigen Mittvierziger-Kumpels an der Festzeltgarnitur zustimmend nicken und zuprosten, aber mehr auch nicht. Trotzdem möchte ich der Band ein gewisses Gespür für gefällige Melodien attestieren, die angereichert mit Tempo, Wut und so etwas wie Attitüde vielleicht mal zu richtigen Punk-Nummern reifen könnten, sofern man das überhaupt will. Zur Aufmachung kann ich nicht viel sagen, da mir nur eine Vorab-Version im Pappschuber vorliegt. Zum Glück nur fünf Songs in zwölf Minuten. 5. Günni

PLASTIC BOMB NR. 71 (27.06.2010)

(www.plastic-bomb.de)
Die neue Bombe beginnt mit einem langen, nachdenklichen und selbstkritischen Vorwort von Micha, der auf die neue Situation durch den Weggang von Swen Bock eingeht, Helge berichtet vom Fanziner-Treffen in Wermelskirchen, die engagierte Ronja liefert eine Art Blick hinter die Kulissen, fordert etwas selbstherrlich konstruktive Kritik am Zine ein und hat keinen Bock auf „die Grauzone“, hört aber trotzdem Republikaner ALICE COOPER und Häktor freut sich über den Aufstieg St. Paulis. Interviewt werden LEATHERFACE (gut und interessant), THE CAPACES aus Barcelona (mit einigen Fragen zur Szene Barcelonas, ebenfalls interessant), die Dänen von NIGHT FEVER, TEXAS TERRI BOMB (lang und ausführlich), die polnischen EYE FOR AN EYE, die deutschen LIGHTS OUT (ebenfalls sehr ausführlich, klasse!), die Amis THE FREEZE, die eigenwilligen HERPES, GRUPPE 80 aus Bremen und die Fotografin Lucja Romanowska. Das letztere Interview fand im Rahmen der „Herstory of Punk“ statt und hat mit am meisten meine Aufmerksamkeit erregt, geht es doch um das interessante Straßenpunk-Bildband-Projekt und um Grundsätzliches zum Thema Fotografien von Menschen und den verantwortungsvollen Umgang damit. DIE SCHWARZEN SCHAFE berichten von ihrer Polen-Tour, Micha war auf einem „Konterbox“-Konzert von OIRO und DRAMAMINE und stellt die seiner Meinung nach fünf besten Live-Scheiben vor, wobei mir wieder seine metapherreiche, emotionale Wortwahl ausgezeichnet gefällt, und „Anders leben“ heißt diesmal „Anders lesen“ und wird von Helge genutzt, um Informationsquellen zum Nationalsozialismus vorzustellen. Überaus gelungen sind diesmal auch Bastis „Geschichten aus der Gruft“, die sich diesmal der katholischen Kirche annehmen und u. a. vom tief verwurzelten katholischen Antisemitismus handeln Weitere Höhepunkte sind wie üblich Vascos „Wunderbare Welt der Propaganda“ zum Thema Steuersenkungen und Chris Scholz’ sarkastische, bissige Kolumne. Latti schreibt einen interessanten Konzertbericht übers „Battle Of The South“-Festival inkl. Stellungnahme vom Veranstalter. Darüber hinaus finden sich natürlich auch in dieser Ausgabe die üblichen Rubriken wie Stanley Heads Ska-Ecke, Plattenverrissen, Klein- und Kontaktanzeigen, reichlich Neuigkeiten und Terminen etc. Meines Erachtens ist die „Bombe 1 nach Swen“ überraschend stark geworden, wenn auch sehr interviewlastig. Dafür ist die Bandauswahl aber sehr international ausgefallen und bekanntere und unbekanntere Namen halten sich die Waage. Insgesamt wirkt diese Ausgabe irgendwie mehr wie aus einem Guss und weniger fehlerbehaftet als zuletzt. In dieser Form ist mit dem Plastic Bomb weiterhin als feste Fanzine-Institution zu rechnen. Kommt wie immer mit „Pay-To-Play“-CD und kostet in Deutschland 3,50 EUR. Günni

Machtwort – Der Fall der Mauern CD (27.06.2010)

(www.nix-gut.de, www.myspace.com/machtwortberlin)
Als ich diese CD in die Hände nahm, dachte ich, dass dies eine weitere CD einer weiteren belanglosen Deutschpunk Band ist, aber was meine Ohren da schon nach wenigen Minuten hören, lässt mich diese Meinung schnellstens revidieren, denn was mir da in die Ohren  klingt, ist astreiner Punk Rock, mit Melodien, die eingängiger nicht sein können und fast jeder Song ein Gott verdammter Hit ist. Textlich bewegt man sich klar im Linken Sektor und mischt diese, für mich manchmal sehr naiv wirkenden Texte, mit Humorvollen Songs über Mac Gyver, Sponge Bob und Konsorten. Hier scheinen „ehrliche“ Menschen am werk zu sein, die noch das gute im Menschen sehen, was aber leider der Realität kaum noch entspricht, aber der Gedanke / Versuch ist immer großartig. 2  Frank

Norwand – s/t CD (27.06.2010)

(www.myspace.com/nordwandband)
Berliner Combo die, genau wie Pflanzer, Rechtsrock Songs covern, aber nicht nur von einer Band, sondern durch den gesamten Rechtsrock Dreck. Insgesamt werden 13 Songs verhunzt, mal äußerst genial (immer bis ich reier), mal weniger (ommi ommi), aber immer mit einem zwinkernden Auge. Für Privat Feten mit guten Kumpel und ü´ne Menge Bier der ideale Soundtrack. 2  Frank

LIFESAVER – STREET RAGER DEMO CD (27.06.2010)

(Phil Schoepe , Alte Heerstr. 136 , 41564 Kaarst ; www.lifesaver.de)
Lifesaver haben sich 5 Jahre Zeit gelassen, um neue Songs zu schreiben und zu produzieren. Die Band hat nach dem Ausstieg des Bassers eine unruhige Zeit hinter sich, aber nun starten sie wider voll durch. Seit der letzten Veröffentlichung „C´mon fuckers“ hat Sänger Phil viel geübt, denn der Gesang hat sich deutlich verbessert. Musikalisch geht es wieder in die Punk`n`Roll Richtung, der Opener Street Rager geht beim den schnelleren Parts in Richtung Zeke, während „Freerider“ punkrockiger klingt und mit „Til death do us apart“ ein ruhigerer Abschluss gefunden wird. Die Songs sind durchweg alle geil, so dass man auf das kommende Album gespannt sein darf. Lifesaver hören sich wie die Halbbrüder von V8 Wankers an, hier wird gerockt, dass man die Faust in die Luft recken möchte, natürlich mit abstehenden Zeige- und Ringfinger. Was auf die Augen bekommt man auch noch, zum Song Freerider gibt es noch ein feines Video. Wer sich von den Qualitäten dieser Band überzeugen möchte, kann auf der Homepage das Demo saugen!! Machen!! Sofort!!!!!!!  2  sickguy77

Ox Fanzine # 90 - Juni/Juli 10 (27.06.2010)

(www.ox-fanzine.de)
So! Die nächste runde Zahl in Sachen Ausgaben-Nummer ist draußen und man bewegt sich langsam aber sicher auf die 100ste zu. Ob Herr Kalle Stille uns dann noch immer an sieben Todsünden – sagen wir mal ganz allgemein „im Musikbusiness“ teilhaben lässt, sei mal dahingestellt. In dieser Ausgabe findet sich erfreulicherweise jedenfalls ein weiterer Artikel aus der Reihe – diesmal wird mit den Veranstaltern abgerechnet – bzw. man gibt ihnen wohlgemeinte Ratschläge an die Hand, die einen Konzertabend für alle Beteiligten angenehmer gestalten sollten… Wieder einmal sehr lesenswert! Ansonsten findet sich in diesem Heft wieder ein erhöhter Faktor an „Horrorpunk“, sowohl im Interview (The Other, The Deep Eynde) als auch auf der CD (The Crimson Ghosts, Bloodsucking Zombies from Outer Space, Dead End Guys, The Deep Eynde). Andere Genres kommen aber auch nicht zu kurz – ebenfalls hörens- und lesenswert sind unter anderem Kings Of Nuthin‘, Brutal Polka und Kafkas. Mein besonderes Interview-Bonbon, weil selbst noch nie live gesehen, aber immer wieder gern gehört: Leatherface – mit „The Stormy Petrel“, dem ersten Album seit sechs Jahren im Gepäck. Und für einen Mann, der nichts zu sagen hat, füllt Frankie Stubbs immerhin noch 1 ½ interessante Seiten plus einer kleinen Leatherface Biografie. Ein Interview in ebenfalls dieser Größenordnung gibt es mit Ben Horrowitz und Brian Fallon von The Gaslight Anthem, die auch das Cover zieren. Leider ohne Interview, dafür aber umso besser auf der CD: The Hormonauts mit einer supergeilen Version von „Stayin Alive“ – grandios! The Flying Eyes aus Baltimore, die im Sommer erstmals nach Europa kommen – Geheimtipp! Und: Gunslingers – endlich mal sympathische Franzosen! Starlet

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