SN – Punx # 8 (05.09.10)
(www.sn-punx.de)
Wie so oft bei einem Fanzine zählt für mich immer an erster Stelle erst einmal der DIY-Gedanke. So auch bei dem kleinen aber doch äußerlich recht nett aufgemachten A5er aus dem Schweriner Raum. SN-Punx, die nebenbei auch noch ein kleines Label unterhalten, haben hier eine kurze aber doch halbwegs annehmbare Ausgabe aufs Papier gebannt. In die 8. Runde geht es diesmal mit einem ganz netten Interview der Jungs von bORDERpAKI, aus dem hervorgeht welche Geschichte zu diesem unverständlichen Namen gehört. Unter anderem wird erzählt wieso man sich vom Nix Gut Label verabschiedet und zu SN-Punx gewechselt hat. Weiter geht es mit einem Interview der Amis von Stone Sour. Wem der Name jetzt nicht so viel sagt, Stone Sour ist ein Nebenprojekt des Sängers von Slipknot. Nun denn, wer es mag. Ich kann mit Slipknot nichts anfangen und nach dem was ich so gelesen habe, auch nicht mit Stone Sour. Einen Konzertbericht der sympathischen Italienern von den Offenders gibt es, der allerdings mit allerhand privaten Erlebnissen des Schreibers gespickt ist. Schade, ich hätte mir lieber einen ausführlicheren Bericht über die Ska-Band selbst gewünscht, als um das ganze Drumherum. Naja, beim lesen stellt man fest das der Schreiber an dem Wochenende wohl eher einen Konzertmarathon hingelegt hat, anstatt sich hundert Prozent der Bands zu widmen. 3 Seiten bzw. 4 Seiten lang gibt es die üblichen Reviews die sich jedoch zum Großteil dem Deutsch-Punk widmen. Auf der 4. Seite geht es komplett um ein Review der DVD von Stephan Weidner. Irgendwie scheint es beim SN-Punx keine wirklich vorgegebene Richtung zu geben, was ja an und für sich absolut positiv zu bewerten ist. Ich denke mal rein kommt was gefällt, jedoch kann ich mit Sachen wie Stephan Weidner und Slipknot nicht wirklich was anfangen. Beides Namen die mir mehr oder weniger am Allerwertesten vorbei rauschen. Ganz nett ist noch ein Konzertbericht über 2nd District die in Schwerin zum Tanze aufgespielt haben, neben einigen Konzertberichten von unbekannteren Bands. Aufgrund des persönlichen Schreibstils bei den Konzertberichten nehme ich mal an, ist das Fanzine als erstes interessant für Leute aus dem direkten Umfeld der Macher. Für Leute die aus dem entgegengesetzten Teil der Republik stammen, dürften eigentlich nur die Bandinterviews von Interesse sein. Somit ist das Fanzine auch nur bedingt empfehlenswert. Entweder ihr kommt aus der Ecke dort oben, oder ihr seid scharf auf ein spezielles Interview. Andererseits kann man mit dem Preis von 1 Euro auch nicht viel verkehrt machen und so würde ich mal sagen das dies eine leicht durchwachsene Ausgabe geworden. Note: 4 Daniel