New Device – Taking Over MCD (05.09.10)

(Gordeon Promotion)
Die Londoner Hardrocker "New Device" haben es auf die Stadien dieser Welt abgesehen und haben vor, eben diese in bester Rock Tradition wie einst Guns`N`Roses zu füllen. In vollen Stadien haben sie auch schon gezockt, wenn auch "nur" als Bon Jovi support. Die Single vom gleichnamigen Album kann man auch gut in diese Sparte einsortieren. Jedoch klingt das ganze viel moderner und poppiger als der klassische Hardrock Sound und so dürfte dieser Song auch Freunden von Funeral for a friend oder Story of the year gefallen. Zum Stadion voll machen wird das ganze noch nicht reichen, aber für den ein oder anderen Club sicherlich. Bin gespannt auf das ganze Album. Note: 2  Marcel

Outsmarted – The Amoral Ranger CD

(Locksaw Records, FinestNoise Promotion)
Band bzw. Labelinfos bringen mich oft auf den falschen Weg. Meldoic Hardcore gibt`s nämlich nicht auf der ersten Full length der jungen Österreicher. Gehen die ersten Tracks (Namen der Songs liegen mir leider nicht vor) noch ab und an etwas in Richtung Rival Schools, verzettelt man sich zunehmend im sperrigen, sehr Break orientierten Post / Indie Rock, welcher mich teilweise eher an Britischen Schrott der Marke Hives als an Ignite erinnert. Zudem fehlen hier einfach die richtig großen Melodien und Killer Hooks, die ich von solch einer Art Mucke erwarte. Ein weiteres Manko ist der Gesang von Fronter Oliver, der irgendwie so gar nicht zu dem Rest der Mucke passt. Hätte man den Weg der ersten zwo, drei Tracks weiter verfolgt, wäre sicher mehr drinnen gewesen, aber man merkt, wie der Band nach und nach die Luft ausgeht.
Note: 4  Marcel

Pack Of Wolves – A Nice Black Suite CD (05.09.10)

(Locksaw Records, FinestNoise Promotion)
Unter einem Rudel Wölfe stellt man sich Gewalt, Hass und Energie vor. Das alles suche ich auf dem Album der Österreicher jedoch vergeblich. Auch nach zig Durchläufen will der Stuff bei mir einfach nicht zünden. Geht der erste Song "On My Phone And Knees" noch als o.k.  durch, zeigen sich beim Rest der Platte doch die Mankos der Band. Das Songwriting ist einfach zu schwach als das man hier ganz groß punkten könnte. Auch gesanglich gibt`s  einige Abzüge. Am besten zu hören bei "Has The World Changed Or I Have I". Um wirklich an die Beatstakes anknüpfen zu können, die im Info genannt werden und an die mich die Mucke dann und wann erinnert, ist es noch ein ganz ganz weiter Weg mit viel Arbeit. Note: 4  Marcel

Paranoia – Stich ins Herz CD (05.09.2010)

(www.sx-punx.de)
Der direkte Stich ins Herz gelingt den Schwerinern mit ihrem Debut zwar noch nicht, aber nette Ansätze sind schon mal ein Anfang. Einfacher Oi!-Punk, der relativ weit entfernt vom momentanen Trend liegt, hat der Vierer sich auf die Fahne geschrieben. Während es bei vielen Bands aus dem deutschen Oi! Bereich rumpelt und knirscht, zwecks Härte und Glaubwürdigkeit, versucht das gemischte Doppel (2 Skinheads, 2 Punks)  es hier  mit der melodiösen Schiene. Gelingt ihnen soweit schon ganz gut, auch wenn es textlich hier und da mal ein wenig hakt vom reimen her, läuft die Cd dennoch relativ unaufdringlich durch. Zwei Songs mit Offbeat bzw. Ska-anleihen („Ich weiß es nicht“ & „Jamaika“) werden verbraten und lockern das Teil noch ein wenig auf. Insgesamt gibt es hier zehn Songs die man sich problemlos nebenbei rein ziehen kann, bis auf das Gitarrenlastige Instrumental „Florentine“  das hier scheinbar als Lückenfüller herhalten musste. Musikalisch erinnern mich die Jungs an manchen Stellen ein wenig an die Gumbles auf ihrer ersten Platte. Textlich gibt es hier keine hochkarätige Lyrik. Den Jungs geht es im Großen und Ganzen ums feiern, ihrer Band und relativ belanglosen Themen die mit leichtem Humor rüber gebracht werden. Mir fehlen hier ein bisschen mehr einschlägige Themen um aus der Belanglosigkeit heraus zu kommen. Die meisten Songs laufen daher zwar unkompliziert durch, aber lassen auch nicht gerade aufhorchen. Auf Dauer kann mich die CD sicher nicht wirklich begeistern. Dafür fehlt es mir hier einfach zu oft an Tiefgang. Eigentlich komisch, denn beim Song „Alptraum“, der hier aus der Rolle fällt und auch gleichzeitig als Highlight her halten kann, klappt es doch auch. Jungs schreibt mehr von solchen Songs, denn der geht wirklich gut rein. Der Rest tut sicherlich keinem weh, lässt aber auch keinen in Jubeln und Klatschen ausbrechen. Kann man ganz angenehm hören, muss man aber nicht zwingend. Note: 3-4  Daniel

Perkele – Always Coming Back Promo CD (05.09.10)

(Bandworm Records, www.oi-punk.de)
Im Rahmen des neuen Perkele Album “Perkele forever” hat Bandworm hier eine schöne 6 Song Promo CD, auf der es einen neuen Song (Always Coming Back), sowie 5 schon bekanntere Tracks zu hören gibt (u.a. eine Akustik Version von „Heart Full Of Pride“). Der Song vom neuen Album macht verdammt Hungrig auf das komplette Album, das auch die Tage erscheinen müsste und präsentiert Perkele in gewohnter Höchstform. Wenn das Album das halten kann, was dieser Track verspricht, dürfte ein weiterer Meilenstein im Skinhead Bereich das Licht der Welt erblicken. Ohne Wertung!  Frank

Peter Pan Speedrock - We Want Blood CD (05.09.10)

(www.peoplelikeyourecords.com)
Ein hartes Brett wird hier von den Holländern los getreten. Mit durchgedrücktem Gaspedal gibt es, wie der Bandname es schon vermuten lässt, Speedrock mit Hardrockanleihen in der Tradition von Motörhead. Immer geradeaus und voll auf die 12 geht es hier mit hartem Sound wie am Fließband durchs Album. Na gut, kleine Ausnahmen wie der Mid-Temposong  „Just Another Day“ oder auch „Bad Energy“ gibt es auch, aber beim Großteil wird hier nahe Anschlag gespielt. Mir ist der Sound auf voller Albumlänge ein wenig zu eintönig, wobei ich aber zugeben muss das ich die Band bzw. den Sound nie wirklich mochte. Mir fehlt hier eindeutig Abwechslung, wie bei fast allen Bands aus diesem Genre. Harte metallische Gitarren und ein derb aggressiver Gesang dominieren, wie schon auf vorangegangen Alben, die Szenerie. Zum Teil zwar mit fetten Riffs ausgestattet, aber dennoch ohne ordentlich herausragende Momente. Ich bin mir sicher, es werden sich genügend Leute finden die die Platte abfeiern werden. Nicht umsonst gibt es die Band schon so einige Tage und ebenso haben die 3 durchaus eine relativ große Fangemeinde. Ich denke Fans werden auf ihre Kosten kommen und Kritiker der  Band werden weiter Kritiker bleiben. Mich haben sie jedenfalls auch diesmal nicht überzeugen können, dafür ist der Stil zu genau definiert und vorgegeben. Mir fehlen bei dem Sound irgendwie die kleinen Abwechslungen bringenden Überraschungen, denn so rauscht die Platte ziemlich schnell an mir vorbei ohne das was übrig bleibt. Note: 4  Daniel

Run And Hide – Way Of Life CD (05.09.10)

(RWP Records, www.rwp-rec.com)
Sehr melodischen, aber dennoch harten Old School zocken Run And Hide aus`m Saarland. Die Mucke und speziell der Gesang erinnern angenehm an BF29 oder alte Homerun.Cool ist, dass das Gaspedal nicht nur durchgetreten wird, sondern lieber auf dicke Midtempo Parts gesetzt wird, was der Band sehr gut zu Gesicht steht. Die EP ist  ordentlich und transparent produziert, alleine die Gitarren und Drums könnten meiner Meinung nach noch `ne Spur mehr knallen. Ansonsten `ne coole Scheibe. Note: 2  Marcel

Los Cinco Felices Cuatro – Clockwork thirteen CD (21.08.2010)

(www.myspace.com/loscincofelicescuatro)
Aus einem namenlosen unbekannten Ort des schönen Münsterlands (laut El Bosso) kommen LCFC. Mit dem Ska von El Bosso haben die Jungs mit dem für das Münsterland ungewöhnlichen Bandnamen aber herzlich wenig zu tun. Die Jungs rocken sich die Seele aus dem Leib, und selbst dem Teufel wird vor die Füße gespuckt und dessen Bar leer Gesoffen. Alkohol spielt in den Texten eine große Rolle, die Folgen hemmungslosen Konsums werden in Songs wie „Nameless“ oder „Shitfaced“ aufgearbeitet. Das Musikgewand besteht aus einer Mischung aus Greaser- und Schweinerock und einer Prise skandinavischen Rock a la Bones. Vielleicht hat die Band in der Vergangenheit auch die Scheiben der verblichenen Cellophane Suckers gehört, daher dieser Schweinerock Einfluss?? Die eigenwillige wie vom übermäßigen Tabakkonsum geschwängerte Stimme des Sängers passt optimal zu diesem schwer rockendem Monstrum.  Wahrlich ein ganz starkes Debutalbum!  2  sickguy77

Oi! The Print # 31 (21.08.2010)

(www.oitheprint.at)
Da freue ich mich immer wieder, wenn das selbsternannte „Drinking Class Fanzine“ zum Besprechen in die gemütliche Bude reinschneit. Wie immer geht das Lesevergnügen zu schnell vorbei, denn es gibt eine Reihe von interessanten Artikeln. Neuling Hinkel gewährt einen Einblick wie so ein Konzertwochenende einer Skinheadband aussieht. Da ist nichts mit Sex, Drugs und Rock`n Roll, das ist knallharte Arbeit, ich wurde schon beim lesen müde. Für so etwas muss man eine Menge Idealismus mitbringen, um so was öfter durchzuziehen. Übrigens kann man hier bestaunen wie die Jungs in der Post Skinheadära dann aussehen werden. Der Tattoo Report wird auch weitergeführt, schon erstaunlich wie früh einige mit dem Farbe unter die Haut stechen anfangen! Karsten von den Nazi Dogs berichtet von seinem Hobby als Sammler alter Punkscheiben, schon der Wahnsinn was da an Kohle durchgeht und auch an Zeit draufgeht. Musikalisch schaut man über den OI! Tellerrand und interviewt die Band „Word For Word“ aus Manchester, USA und stellt das Label Arrest Records vor, auf dem es die ein oder andere Perle zu hören gibt. Die Story über die Brüder Kray, Gangster aus der Londoner Unterwelt, welche bis in die High Society Englands kamen, ist ebenfalls sehr geil.
Weitere Bands, Beteiligte die hier zu Wort kommen sind die Newcomer Pisstons, Willi von Pöbel darf aus dem Nähkästchen plaudern, die US OI! Band Patriot sind wieder aktiv, Gimp Fist werden zu Ihrer genialen neuen Scheibe befragt, Suspekt aus Einbeck sind dabei usw. usf.
Dazu gibt es einen Silberling mit jeder Menge guter Musik (Pöbel, Gimp Fist, Droogiez, Harrington Saints usw.), jede Band wird im Heft nochmals vorgestellt. Wie immer sehr gut das Heft.   2   sickguy77

OX-Fanzine #91 – August / September 10 (21.08.2010)

(www.ox-fanzine.de)
Schwerpunkt der Ausgabe ist das Thema „Straight Edge“, das in all seinen Varianten auf über acht Seiten in vielen Interviews (John Joseph/Cro-Mags, Toby Morse/H20, Ray Cappo/Youth Of Today uvm.) und natürlich auch in Kochen Ohne Knochen (ja, legga Streuselkuchen geht auch ohne Knochen!!!) wiederzufinden ist. Ich persönlich vertrete ja die Ansicht – jeder muss für sich selbst entscheiden wie er sein Leben führt, man sollte nur den anderen dabei nicht ständig in die Suppe spucken… Diesmal auf dem Titel: die Spermbirds - Sympathieträger Lee Hollis plaudert aus dem Nähkästchen, nicht zu vergessen eine kleine Spermbirds History. Zu meiner Freude auch wieder dabei: 7 Deadly Konzertveranstalter-Sins, The Other (schon wieder, aber weniger umfangreich), John Lydon, der ja schon wieder, oder immer noch einen zweifelhaften Ikonenstatus besitzt, kommt auf drei ganzen Seiten zu Wort, Daniel J. Travanti verrät, was sich getan hat, von den Briefs bis hin zu seiner neuen Band Sharp Objects, völlig andere Liga, aber nicht weniger interessant: Plastique Noir aus Brasilien und last but not least – Die Lokalmatadore in dem Stück „Söhne Mülheims“… Natürlich gibt es auch noch jede Menge anderer Bands, Labels, Bücher etc., die vorgestellt werden, aber selber lesen heißt die Devise!
Genauso, wie selber hören, denn es sind wieder zwei CDs enthalten – diesmal neben dem OX Sampler noch eine kleine Compilation mit dem Titel „Listen Up, Kids #7. Die meisten Bands auf dem Sampler sind noch ohne Label…. bei vielen irgendwie auch verständlich, bei  anderen auch wieder nicht. Paraquat, November Palace, Ghost Of A Chance oder Jane Bondage sind zum Beispiel ganz nett. Bei dem OX Sampler kann ich Cyanide Pills, I Heart Hiroshima, The Truffauts (Punktabzug gibt’s eigentlich nur wegen dem Namen),  The Prosecution und Möped Lads empfehlen.  Starlet

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